Gendern in Online-Texten

„Haben Sie heute schon ‚gegendert‘?“

Also, ganz ehrlich – ausgesprochen klingen diese neuen Gender-Formeln schon seltsam genug. Aber in Schriftform scheint der vermeintliche „Gender-Wahn“ das Schreiben guter Online-Texte fast unmöglich zu machen. Dabei kommt es doch gerade bei Online-Texten auf eine gute Verständlichkeit an. Da sollen die Formulierungen lesefreundlich, glatt und prägnant sein. Also was tun, wenn man nicht „AnwenderInnen“, „Besucher:innen“ oder „Kund*innen“ schreiben will? Gerade bei dem letztgenannten Beispiel wird deutlich, dass das Gendern seltsame Blüten treiben kann.

In diesem Beitrag wollen wir versuchen, Ihnen mit ein paar Sprachtipps aus der Misere zu helfen. Und an der einen oder anderen Stelle wollen wir Sie ermutigen, sich nicht vollkommen verunsichern zu lassen. Wenn es einer verständlicheren Schreibweise dient, dürfen Sie unter bestimmten Umständen sogar auf das „Gendern“ verzichten.

Die Legitimation

Um es vorneweg zu nehmen: Ich darf Ihnen als Autorin (!) dieses Beitrages diese Tipps geben und für bestimmte Textarten einen Persilschein ausstellen. Denn mit meinen über dreißig Jahren Berufserfahrung als  Informatikerin, Kommunikationswissenschaftlerin und Industriekauffrau in verschiedenen Unternehmen begleitet mich die Gleichstellung der Frauen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft schon sehr lange. Anfang der 80er Jahre habe ich mit meinen „MitstreiterInnen“ (Hier waren es Frauen UND Männer!) darum gekämpft, von der IHK nicht zur „Kaufmännin“ gemacht zu werden. Jetzt bin ich Geschäftsführerin eines IT-Unternehmens, also Chefin, aber keinesfalls „Bossin“.

Sicherlich bin ich allein schon dadurch eine Ausnahme, dass ich über Jahre hinweg in einer Männerwelt in einem „Männerjob“ meine Frau gestanden habe. Aber vielleicht erlaubt mir genau diese Sichtweise, Ihnen die Freiheiten des Schreibens neu zu erschließen bzw. etwas Erleichterung zu verschaffen.

Was sagt der Duden zum Gendern?

Der Duden ist zwar inzwischen nicht mehr das einzige Medium mit der Deutungshoheit für die deutsche Sprache. Aber dieses Lexikon definiert immer noch die allgemein gültigen Regeln. Daher ist es interessant zu wissen, was dieses Regelwerk zum Thema „Geschlechter­gerechten Sprach­gebrauch“ schreibt:

Bei Bezeichnungen wie die Antragsteller; alle Schüler; Kollegen ist sprachlich nicht eindeutig, ob nur auf Männer referiert wird oder ob auch andere ­Personen gemeint sind. Das Deutsche bietet eine Fülle an Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu formulieren. Es gibt dafür allerdings keine Norm. Im aktuellen Rechtschreibduden geben wir einen Überblick über verschiedene Optionen. (Weiterlesen …)

Im Zentrum der Diskussionen steht eigentlich die Kritik am „generischen Maskulinum“, also z. B. um „Arzt/Ärzte“. Gemeint sind ALLE Menschen dieser Berufsgruppe, aber explizit benannt sind nur die männlichen. Das mag seine Ursachen darin haben, dass Frauen über Jahrhunderte hinweg in vielen Bereichen des Alltagslebens einfach nicht vorkamen (oder vorkommen durften). Und das ist der eigentliche Kern des Problems: Die Sprache bestimmt unser Denken und spiegelt unser gesellschaftliches Wertesystem. Daher ist es wichtig, dass die „Geschlechtergleichstellung“ auf allen Ebenen stattfindet. Deshalb müssen wir uns auf die Suche nach alternativen Schreibweisen machen. Doch das bedingungslose, unkritische Anhängen von „in“ oder „innen“, in welcher Form auch immer, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Können Sie „Lokalisierung“?

Hilfreiche Tipps zur sprachlichen Anpassung von Webseiten mit WordPress

„Lokalisierung“ ist keine Modeerscheinung der neueren Webentwicklung. Sie ist von Anfang an ein MUSS. Denn hier geht es um die sprachliche Anpassung von Webseiten und Webanwendungen. Genauer gesagt: Um die Sprachverständnisgewohnheiten einer geografischen Region – das ist mehr als nur Übersetzen. Und wozu braucht man das? Ganz einfach, Sie wollen doch Ihre Webseiten-Besucher und Anwender erreichen. Also müssen Sie sie in ihrer Sprache auch korrekt anreden. Wortwörtlich.

Das Dumme ist nur, dass es viele spannende Anwendungen und Werkzeuge zum Beispiel für das CMS WordPress oft nur in englischer Sprache gibt. Und nicht jede/r hier in Deutschland beherrscht diese Sprache ausreichend gut. Dann gibt es je nach gewünschter Zielgruppe unterschiedliche Sprachcodes. Genau dafür ist die Lokalisierung gut.

Verschiedene Werkzeuge für verschiedene Ebenen der Lokalisierung

Zum besseren Verständnis trennen wir zunächst einmal WordPress in zwei Hauptebenen:

  • dem Frontend, also dem für alle sichtbaren Bereich der Webseite, und dem
  • Backend, der Einrichtungs- und Pflegeebene für Design, Funktionen und Inhalte.

Das Frontend (die Website) in deutscher Sprache einrichten

Da wir das Frontend ohnehin durch die Einrichtungsfunktionen von WordPress steuern, ist es einfach, die richtige Sprache zu finden – vorausgesetzt wir wissen, ob wir unsere Zielgruppe „duzen“ oder „siezen“ dürfen. Übrigens ist dies oft eine üble Falle. WordPress ist standardmäßig auf das „Du“ eingerichtet. Das kommt wohl daher, dass man in der Internetszene viele Jahre lang einigermaßen hemdsärmelig miteinander umgegangen ist. Das hat sich inzwischen komplett gedreht, also sagen Sie lieber „Sie“ zu den Webseitenbesuchern, wenn diese nicht gerade zu den deutlich unter 20-jährigen gehören.

Für diese Grundeinstellung verwenden Sie bei WordPress das Menü „Einstellungen → Allgemein → Sprache der Webseite“. Das ist der erste grundlegende Schritt.

Doch leider hat WordPress manchmal die unangenehme Eigenschaft, das trotzdem irgendwo das „Du“ durchrutscht. Das kommt meistens daher, dass entweder das verwendete Theme oder irgendein Plugin hier nicht ordentlich „lokalisiert“ – also durchgehend auf „Deutsch (Sie)“ eingestellt wurde bzw. die entsprechend korrekte Übersetzung fehlt. Aber dazu später mehr.

Mehrsprachigkeit von WordPress Websites

Die Lokalisation arbeitet natürlich in beide Richtungen. Wenn Sie einen Online-Shop oder ein Webangebot in Deutschland UND in anderen Ländern sprachlich angepasst betreiben wollen, dann brauchen Sie ein Übersetzungswerkzeug. Eine unserer Kundinnen verwendet hierfür das Plugin „Polylang“ und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Alles, was Sie jetzt noch brauchen, ist ein guter, am besten mehrsprachig muttersprachlicher Dolmetscher. „Google-Translate“ oder andere Übersetzungswerkzeuge, sind zwar inzwischen ganz brauchbar geworden. Aber ein sprachlich Versierter erkennt sofort die Maschinenübersetzung. Denn diese ist Algorithmus-basiert und damit häufig umständlich verklausuliert oder manchmal immer noch unfreiwillig komisch. Also definitiv nicht lokalisiert. Übrigens müssen Sie bei Übersetzungen ins Englische auch unterscheiden, Sie den amerikanisch-internationalen oder den britischen (commonwealth) Sprachraum adressieren. Denn auch hier gibt es feine, aber nicht unerhebliche Unterschiede.

WordPress und PHP 8 sicher zusammenbringen

Auf die Kompatibilität kommt es an.

WordPress ist weltweit das am häufigsten eingesetzte Content Management System. Auch in Deutschland ist WordPress die Nummer eins, wenn es um Standard Websites geht. Lediglich im Marktsegment für besonders komplexe WebSites mit verschiedenen Benutzerrollen ist Typo3 stärker verbreitet. Deshalb ist es für uns immer ein wichtiges Thema, dass wir Sie hier regelmäßig auf dem Laufenden halten. Denn wie bei jedem anderen professionellen Content Management System müssen Sie bei WordPress immer ein paar Bereiche im Blick haben. Dazu gehören

  • Sicherheit bzw. aktuelle Sicherheitslücken
  • Empfehlenswerte PlugIns
  • Anforderungen ans WordPress-Hosting
  • Geschwindigkeit im Seitenaufbau

In diesem Beitrag geht es um eine Komponente, die sowohl für die Geschwindkeit Ihrer WebSite als auch für Hosting im Umfeld des CMS relevant ist. Nämlich PHP bzw. besonders um das Zusammenspiel von WordPress und PHP 8.

Hier geht’s um WordPress und PHP 8.

Eine wichtige Regel beim Zusammenspiel von WordPress und PHP ist: Stets die aktuellste PHP-Version benutzen. Dies ist nicht nur für die Betriebssicherheit relevant, sondern beeinflusst auch die Ladezeit. Soweit die Theorie. In praxi allerdings muss man immer zuvor prüfen, ob die laufende WordPress-Version und alle verwendeten PlugIns sowie das hinterlegte Theme für die zu installierende PHP-Version geeignet sind.

Warum müssen Sie Kompatibilität von WordPress und PHP 8 auf allen Ebenen prüfen?

Hier sollten Sie nicht nur über das „warum“ Bescheid wissen, sondern auch darüber, was passieren kann, wenn Sie hier unvorsichtig sind. Viele Funktionen aus der alten PHP 7.x Version fehlen der neuen PHP 8 Version. Das bedeutet, dass Themes und Plugins, die noch diese alte PHP-Version benötigen, funktionieren in PHP 8 nicht mehr problemlos. Und das wiederum kann dazu führen, dass entweder einzelne Funktionen oder im schlimmsten Fall die gesamte WebSite nicht mehr funktioniert.

Leider ist dieses Problem mehr als hypothetisch oder trivial. Denn viele Anwender betreiben ihre WebSite häufig mit mehr oder weniger veralteten WordPress-Versionen des CMS. Dementsprechend veraltet sind dann auch die verwendeten PlugIns oder Themes. In erster Linie sind kostenlose Themes davon betroffen. Aber auch von Mini-Agenturen oder Freelancern erstellte oder für ein Projekt angepasste Themes werden überwiegend niemals gepflegt. Hier liegen dann auch die grössten Risiken beim Update auf eine aktuelle PHP-Version.

Wie kann man feststellen, ob die laufende WordPress-Version, ein Theme oder ein PlugIn mit einer neuen PHP-Version kompatibel ist?

Der Arbeitsaufwand geht von zwischen ganz einfach bis einigermassen aufwändig. Ob die laufende WordPress-Version beispielsweise mit PHP 8 kompatibel ist, kann man sehr leicht beim „Hersteller“ erfahren. WordPress selbst sagt, dass das eigentliche CMS mittlerweile problemlos mit PHP 8 funktioniert. Dies aber auch nur ab Release 5.8. Spannend wird es allerdings bei den Themes und PlugIns. Beide WordPress-Funktionsbereiche kennen sowohl professionelle, aber eben auch „keine“ Pflege. Letzteres trifft u. E. nach besonders häufig auf viele kostenfreie Themes zu. Während die Hersteller oder Solo-Anbieter von PlugIns häufig ihre Software kompatibel mit neueren PHP-Versionen machen, sieht das bei vielen Themes ganz anders aus.

Update von WordPress und PHP 8 richtig vorbereiten und durchführen!

Fein raus sind alle, die über ein sogenanntes Testbed oder eine Entwicklungsumgebung für jede WordPress-Installation verfügen. Das sollte zwar bei jeder professionellen Agentur die Regel sein. Ist es aber leider nicht. Wer sich also quasi im Nebenberuf um die Softwarepflege seiner WordPress-Installation kümmern möchte, sollte diese Reihenfolge beachten:

  1. eine komplette Datensicherung des Dateisystems, also der gesamten WordPress-Installation inclusive des Themes und aller PlugIns herstellen und lokal sichern
  2. ein Datenbank-Dump herstellen und lokal sichern
  3. auf die letzte/neueste verfügbare WordPress-Version updaten, häufig wird dabei die Datenbank verändert, WebSite testen, wenn das erfolgreich war:
  4. alle PlugIns aktualisieren, häufig wird dabei die Datenbank verändert, WebSite testen, wenn das erfolgreich war:
  5. das aktive Theme UND das hoffentlich vorhandene WordPress-Standard-Theme aktualisieren, WebSite testen, wenn das erfolgreich war:
  6. nun die PHP-Version aktualisieren, häufig wird dabei die Datenbank verändert, WebSite testen, wenn das erfolgreich war:
  7. 1 und 2 wiederholen.

Wie Sie die Datensicherungen und die PHP-Aktualisierungen realisieren, hängt von dem Servicepaket Ihres Hosters ab. Hier gibt es zwischen „Klicki-Klicki“ in irgendeiner graphischen Verwaltungsoberfläche und dem echten Zugriff auf den (hoffentlich) Server viele Varianten. Ganz klar, was besser ist: der direkte Serverzugriff!

Weitere Tipps und Infos

Wenn Sie noch einmal tiefer ins Thema einsteigen wollen, dann empfehlen wir Ihnen folgende Video- und Textbeiträge:

Digitale Souveränität bei Webkonferenz-Lösungen

„Zoom“ ist KEIN Synonym für innovative Webkonferenz-Lösungen

Seit Frühjahr 2020 steht das Thema Web-Conferencing in der allgemeinen Wahrnehmung wieder einmal ganz vorn. Denn Webkonferenz-Lösungen können während der Pandemie und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen tatsächlich den Verlust der persönlichen Meetings kompensierem. Dabei kennen wir diese Art der Webanwendung schon sehr lange. Doch obwohl sie gerne immer wieder als großartige Innovation verkauft wird, bleibt sie alter Wein in neuen Schläuchen. Aber dieses mal gelang es einem einzigen Hersteller, seine Marke als Begriff vor das Thema Web-Conferencing zu schieben. Wie bei Taschentuch = „Tempo“ oder Suchmaschine = „Google“ glaubt der Laie nun an das Genre-Synonym: Es hat „Zoom“ gemacht, wie Klaus Lage einmal so schön interpretierte. (https://www.youtube.com/watch?v=BPmmMU0COAM)

Videokonferenzen sind ein alter Hut

Doch ganz im Ernst, die „visuelle“ Telefonkonferenz, gerne auch kurz „Telko“ genannt, hieß bis vor kurzem noch „Video-Konferenz“. In jüngster Vergangenheit wurde daraus im Neusprech „Video-Call“, aber das alles bleiben immer noch alte Hüte. Doch was sich in letzter Zeit tatsächlich verändert hat, ist die Notwendigkeit, immer mehr komplexe Softwarelösungen via Internet zu betreiben. Bekanntester und vermutlich ältester Vertreter ist hier „Skype“. In letzter Konsequenz entwickelte sich die Video-Konferenz zur Web-Conference.

Abwägen: Vor- und Nachteile

Die meisten aktuellen Web-Conferencing bieten viele Vorteile:

  • schnelle Installation
  • wenig Konfigurationen
  • einfache Integration in gängige Browser
  • leicht verfügbar

Aber damit sind auch wieder einige Nachteile hinzugekommen:

  • Die Kompatibilität mit den verschiedensten Browser-Versionen und Generationen ist nicht immer gegeben.
  • Für mobile Endgeräte mit kleinem Display und unterschiedlichen Browsern sind einige Lösungen ungeeignet.

Kostenlose Hersteller-Angebote für Webkonferenz-Lösungen sind verlockend

Logo Zoom - eine der poplärsten Webkonferenz-Lösungen

Zoom ist eine von vielen Webkonferenz-Lösungen, die plötzlich populär wurden, aber eher unsicher und wenig datenschutzfreundlich sind.

In den meisten Fällen stehen kommerzielle Service-Provider hinter Angeboten wie z. B. Zoom oder LogMeIn. Sie stehen in der Regel für einen stabilen Betrieb und eine mehr oder weniger intuitive Benutzeroberfläche. Meist gibt es kostenfreie Testmöglichkeiten, die dann Beschränkungen bei der Dauer, der Anzahl der Teilnehmenden etc. beinhalten. Häufig genügen diese unentgeltlichen Services völlig den Ansprüchen der überwiegend privaten Benutzer. So weit, so gut. Aber wenigstens zwei Aspekte sollten Ihnen zu denken geben. Da wäre zum einen das „kostenfrei“ … wirklich?

Sehen Sie genau hin: Wer bezahlt wofür und womit?

Wenn dem Nutzer keine Rechnung gestellt wird, heißt das nicht, dass der Service wirklich kostenfrei ist. Denn für den Anbieter bzw. Betreiber der Webkonferenz-Lösung fallen pro Nutzer ca. 2 Mbit/s notwendige Bandbreite an. Und dann braucht man dafür zusätzlich auch sehr leistungsfähige und damit teure Server. Jeder Teilnehmer bezahlt deshalb mit seinen Daten, sowohl als Organisator als auch als Gast. Schließlich muss man diese an den Betreiber übergeben, damit man die Anwendung richtig nutzen kann. Aber das ist noch nicht alles. Man überlässt dem Betreiber de facto auch die Inhalte. Denn natürlich kann der Videostream mitgeschnitten werden.

Cookies und Cookie-Banner

Nützliche Helfer oder lästige Begleiter?

Inzwischen ist auch auf der allerletzten Website der sogenannte Cookie-Banner angekommen. Aber warum poppen diese Dinger jetzt überall auf? Und warum müssen auch Sie Ihre Webseiten nun derart verunstalten? Diese Fragen sind einfach zu beantworten, denn die Pflicht zu Cookie-Bannern entsteht aus den Richtlinien der DSGVO. Aber ist das jetzt noch nutzerfreundlich oder vielleicht doch schon zu viel des Guten? Vielleicht verkraften Websites und ihre Besucher so viel Datenschutz ja gar nicht.

Was halten Sie von Cookies und Cookie-Banner?

Hier spielt ganz sicher eine große Rolle, wie wichtig Ihnen die Privatsphäre im Web ist und wie ernst Sie den Datenschutz als persönliches Bürgerrecht nehmen. Und ganz sicher ist auch wichtig zu betrachten, ob Sie mit dem Thema Cookies als Website-Anbieter oder Besucher umgehen müssen. In jedem Fall ist es erst einmal unbequem, dem User bestimmte Cookie-Optionen anbieten zu müssen. Für den User wiederum kann die Vielfalt der Cookie-Einstellungen einfach nur lästig erscheinen.

Also, wie gehen wir mit dem Thema „Cookie-Banner“ um? Bevor wir eine klare Anwort geben können, sollten wir uns erst einmal ansehen, was überhaupt dahinter steckt.  Und welche Optionen sollten Sie sinnvoller Weise zur Verfügung stellen? Lassen Sie uns erst einmal einen Blick auf die Entstehungsgeschichte von Cookies und dem aktuellen Umgang damit werfen. Dann wird einiges klarer.

Wozu braucht man Cookies?

BB-ONE.net Magazin: „We want Cookies! – Cookies in der DSGVO“

Es gab mal eine Zeit, in welcher wir sehr gut auch ohne diese lästigen Cookie-Popups und Banner auskamen. Das war, als Cookies noch unschuldige kleine „Textdateichen“ waren, die nur wenige „Informationskrümel“ enthielten, um den Weballtag zu erleichtern.

Nützliche kleine Helfer

Cookies sind eigentlich von Hause aus eine feine Sache, denn sie beschleunigen und vereinfachen die Kommunikation zwischen Ihrem Endgerät, Ihrem Browser und der Website. Die Erfindung der Cookies sah man in den Anfängen des Internets (1970er) als so spektakulär und genial an, dass man sie zunächst „Magic Cookies“ nannte, bevor sie später als profane „HTML-Cookies“ den Webseiten-Alltag bestimmten.

So arbeiten Cookies

Der Webserver einer Website hinterlegt diese kleinen Textdateien über den Browser auf Ihrem PC, Notebook oder Smartphone. Sie enthalten technische und manchmal auch sehr persönliche Informationen darüber, wie Sie die Website nutzen und welche Daten Sie dort hinterlegen.

Wem nützen Cookies?

Manche Cookies sind gut für die Website-Analyse. Das sind die Tracking-Cookies. Andere brauchen Sie (und der Server), wenn Sie zum Beispiel in einem Webshop surfen. Denn in Ihrem Shop-Cookie, auch als Session-Cookie bekannt, ist z. B. der Inhalt Ihres Warenkorbes hinterlegt. Ansonsten dürften Sie nämlich ohne Cookie nach jedem Aufruf einer neuen Seite alle ausgewählten Artikel wieder neu erfassen. Aus dem Kopf sozusagen die ganze Liste eingeben, ohne noch mal nachzuschauen. Da ist dann nichts mit einfach mal „weitershoppen“.