Komfortabel in der Cloud oder souverän digitalisiert?

So können Sie zum Beispiel Ihre Cloudlösungen auch auf einem eigenen Server in einem externen DataCenter betreiben. Oder Sie greifen auf eine Virtual Private Network (VPN) Lösung zurück. Wenn Sie ein unternehmensinternes IT-Netzwerk betreiben, dann besteht nämlich die Möglichkeit, dass Ihre Mitarbeiter/innen über einen verschlüsselten und gut gesicherten Zugang auf die Anwendungen und Daten zugreifen können. Hier bleibt die Kontrolle vollends in Ihrer Hand, aber leider natürlich auch der ganze Rattenschwanz an Arbeit im IT-Management.

Wenn Sie also entscheiden müssen, ob Ihre Geschäftsanwendung in die Cloud passt oder besser einer Alternativlösung den Vorzug zu geben wäre, dann prüfen Sie folgende Kriterien:

  1. Welchen Stellenwert geben Sie der digitalen Souveränität Ihrer Geschäftsanwendung?
  2. Wie wichtig ist die durchgehende Verfügbarkeit der Anwendung für Ihren Geschäftsbetrieb?
    Beispiele: Dokumentenmanagement (Filesharing, Archivierung), ERP, CRM, Projektmanament
  3. Wenn die Anwendung ausfällt, haben Sie ein redundantes System, mit welchem Sie weiter arbeiten können?
    Beispiele: Telefoncloud/Mobilfunk, Datencloud/internes Backup, CRM/Mailarchiv
  4. Wie sensibel sind die Daten, welche mit der Geschäftsanwendung bearbeitet werden?
    Beispiele: Kunden-, Abrechnungs- und Personaldaten
  5. Welchen Wert legen Sie auf eine hausinterne Datensicherung?

„Fazit“

Abschließend können wir festellen, dass Cloudlösungen einen durchaus wertvollen Beitrag zur Digitalisierung leisten. Aber nicht jede Anwendung eignet sich für eine komplette Auslagerung als Cloud Service bei einem externen Anbieter. Denn hier begibt man sich in die Abhängigkeit eines Dritten, auf dessen Leistungsqualität man keinen Einfluss hat. Je mehr Cloudanwendungen Sie technisch aus der Hand geben, um so geringer ist Ihre digitale Souveränität. Daher lohnt es sich immer, andere technische Optionen zu prüfen.