Digital souverän dank Datensicherung und Backup

Warum geht das Eine nicht ohne das Andere?

In diesem Beitrag führen wir zwei Bereiche zusammen, die wir bis dato immer wieder einzeln betrachtet haben. Doch anläßlich der jüngsten Ausfälle zweier großer, namhafter Cloudanbieter müssen wir genau dieser Frage nachgehen. Denn zweifelsohne sind Cloudanwendungen aus der Digitalisierung von Geschäftsprozessen nicht mehr wegzudenken. Um so schlimmer ist es, wenn sich Unternehmen – vor allem KMUs – (un)wissentlich in eine Abhängigkeit begeben, die fatale Folgen haben kann. Also schauen wir uns den konzeptionellen Zusammenhang von digitaler Souveränität, Datensicherung und Backup genauer an.

Zwei Vorfälle, die zu denken geben

Am 5. April 2022 gab es einen Totalausfall bei „Atlassian“, einem namhaften, großen Cloudanbieter für Ticketsysteme, Collaborations- und CRM-Anwendungen. Noch zwei Wochen später waren nicht alle Daten der Kunden wieder vollständig hergestellt. Da diese Werkzeuge zu den typischen „kritischen Geschäftsprozessen“ gehören, waren die betroffenen Unternehmen über mehrere Tag komplett arbeitsunfähig. Denn die betroffenen Unternehmen verwalteten unter anderem mit den beiden Cloud-Diensten Jira & Confluence alle wichtigen Geschäftsprozesse, beispielsweise in der Entwicklung bzw. Software-Entwicklung.

Kaum waren die Schäden behoben, machte am 15.04. ein großer Hoster Schlagzeilen wegen eines Festplattenausfalls. Nun, Hardware kann tatsächlich plötzlich ausfallen. Davor ist kein Datacenter-Betreiber gefeit. Aber dass 1500 sogenannte Snapshots (Momentaufnahmen eines Server-Zustandes) dabei unwiederbringlich verloren gingen, die eigentlich als Absicherung dienen sollten, ist schon bedenklich. So gab es offensichtlich keine Datensicherung, geschweige denn ein Backup.

Zum Kern der digitalen Souveränität in Zusammenhang mit Datensicherung und Backup

Wie wir sehen, sind Cloudanwendungen ohne zusätzliche Absicherung riskant, besonders für Sie, den Cloudanwender. Aber Sie können diesen „Cloud-Risiken“ vorbeugen und Ihre digitale Souveränität wahren, also trotzdem unabhängiger werden, wenn Sie die Konzepte von Datensicherung und Backup kennen und konsequent verfolgen. Doch fangen wir mit der digitalen Souveränität an. Denn sie ist von grundlegender Bedeutung für die planmässige Erreichung von Unternehmenszielen.

Digitale Souveränität

Als Unternehmer sollten Sie daran interessiert sein, dass das Unternehmen auf die von Ihnen geplante Art und Weise funktioniert. Das lässt sich umso besser realisieren, je mehr strategische Entscheidungen IM Unternehmen fallen. Aber je mehr Sie diese Fähigkeit nach draußen verlagern, desto weniger Einfluss haben Sie auf die Prozesse und Entscheidungen, die Ihr Unternehmen direkt oder indirekt betreffen.

Komfortabel in der Cloud oder souverän digitalisiert?

„Wir müssen in die Cloud! … Wieso?“

Als man vor gut zwei Jahrzehnten über einen ähnlich lautenden Dialog in einem IBM-Werbespot schmunzelte, da steckte das „eBusiness“ quasi noch in den Kinderschuhen. Die „Zukunft des Business“ im Internet schien vielen in weiter Ferne. Doch nur wenige Jahre später galt ein Unternehmen ohne Website quasi als nicht existent, die E-Mail wurde zum wichtigsten Kommunikationsmittel im Geschäftsverkehr. Seit neuestem sind es die Cloudlösungen, welche die Digitalisierung von Unternehmen vorantreiben sollen.

Eine berechtigte Frage …

Die Digitalisierung steht also inzwischen ganz oben auf der Zukunftsagenda. Aber was genau bedeutet das? Cloudanbieter vermitteln gerne den Eindruck, dass Digitalisierung nur mit Cloudlösungen, also über das Internet, zu erreichen ist. Doch Unternehmen, die diesem Aufruf bedingungslos und uneingeschränkt folgen, bezahlen einen hohen Preis. Die Frage nach dem „Wieso (eigentlich)?“ ist also durchaus berechtigt. Deshalb gehen wir ihr in diesem Online-Ratgeber nach.

Was machen Cloudlösungen so gut?

Es gibt viele, sehr gute Gründe, für bestimmte Anwendungen Cloudlösungen einzusetzen. Denn im Internet verfügbare Dienste sind in der Regel von überall aus mit jedem Endgerät jederzeit abrufbar. Sie können theoretisch für einen unbegrenzten Personenkreis sofort bereit gestellt und von allen Beteiligten genutzt werden. Der Betrieb der Software auf externen Servern ist in der Regel recht preiswert, denn man teilt sich die Ressourcen mit anderen Anwendern auf der technischen Infrastruktur des Cloudanbieters. Keine Frage, das Arbeiten mit Cloudlösungen hat viele Vorteile. Spätestens seit Frühjahr 2020 sind Cloudlösungen aus dem betrieblichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Denn Home-Office ohne Videokonferenz System, Datencloud und Groupware ist eine ziemlich spaßbefreite Angelegenheit.

Eine erste Antwort

Also halten wir zum „Wieso“ fest: Für bestimmte Anwendungen sind Cloudlösungen sehr praktisch und komfortabel. Sie sind wichtiger Bestandteil einer sinnvollen Digitalisierung. Dennoch müssen Sie hier ein paar grundlegende Dinge unterscheiden. Denn es gibt auch eine Reihe von Geschäftsanwendungen, die in der Cloud eigentlich gar nichts zu suchen haben, jedenfalls nicht ohne doppeltes Netz und vierfachen Boden. Vor allem, wenn Sie Wert auf „Business Continuity“ legen, also auf die Ausfallsicherheit Ihres Unternehmens. Aber dazu später mehr. Wenden wir uns zunächst der Schokoladenseite von Cloudlösungen zu.

Drei Grundregeln für den Einsatz von Cloudlösungen

Egal, wie Sie es drehen und wenden, mit jeder Geschäftsanwendungen, die Sie in die Cloud verlegen, geben Sie ein Stück digitale Souveränität auf. Und bleiben dennoch in der unternehmerischen Verantwortung. Outsourcing schafft Abhängigkeiten und bindet Sie an Ihren Anbieter. Deshalb die

Regel Nr. 1: Anbieter sorgfältig auswählen

Das gilt sowohl für Ihre Agentur, die Ihnen eine Cloudlösung vermittelt als auch für den Softwarehersteller, der Ihnen eigentlich eine „Software as a Service (SaaS)“ als Mietmodell anbietet. Fragen Sie nach, welche Backup- und Datensicherungskonzepte mit angeboten werden. Haken Sie nach, ob die technische Infrastruktur  (Strom, Klima, Leitungen etc.) redundant angelegt ist. Denn nur so können Sie ein Mindestmaß an Ausfallsicherheit und durchgehender Verfügbarkeit voraussetzen. Wie wichtig das ist, können Sie hier nachlesen: „Cloud – zu Risiken und Nebenwirkungen …“

Regel Nr. 2:  Serverstandort D oder EU bevorzugen

Wie Sie wissen, unterliegt Ihr Unternehmen der (EU)-DSGVO. Sie müssen damit sicherstellen, dass die Server, auf denen die Sie Ihre Daten speichern und bearbeiten, sich mindestens innerhalb des EU-Gebietes befinden. Andernfalls müssen Sie mit entsprechenden AV-Vereinbarungen sicherstellen, dass der Cloudserver Betreiber – und nicht nur Ihre Agentur oder der Softwaranbieter ! – die europäischen Datenschutzregeln einhält. Die Veranwortung lässt sich hier leider nicht delegieren, sondern liegt ganz bei Ihnen. Als Tipp für die Praxis geben wir Ihnen mit, den Geschäftssitz der Anbieter zu überprüfen. Dieser ist zwar für Laien oft nicht so leicht zu ermitteln, aber mit etwas Beharrlichkeit bekommen Sie das hin. Denn auch die IP der Dienste erlaubt Rückschlüsse auf den Serverstandort. Für mehr Tipps in dieser Sache empfehlen wir Ihnen unseren Webcast: Datenverarbeitung in den USA.

Regel Nr. 3: Eignungstest der Geschäftsanwendungen (Cloud vs. digital-souveräne Alternative)

Hier geht es ans Eingemachte. Wir erwähnten bereits, dass nicht jede Anwendung „in die Cloud“ gehört. Aber über das „JA“ oder „NEIN“ müssen Sie selbst entscheiden. Denn schließlich geht es um Ihre digitale Souveränität, also um die unternehmerische Eigenständigkeit Ihrer Unternehmens-IT. Sie sollten allerdings wissen, dass es immer die eine Alternative zur Cloud gibt, ohne auf die Vorteile digitaler Geschäftsabläufe verzichten zu müssen.

Best Practice: Datencloud geht auch ohne „Box“

Es gibt eine attraktive Alternative zur Datencloud mit der „Box“. In unserem „Best Practice“ Webinar zur Datencloud DropIn zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dieser skalierbaren Cloudlösung Dokumente ganz einfach hochladen, verwalten und teilen können. Und das alles DSGVO-konform.

Starten Sie das Webinar „Best Practice Datencloud Dropin“:


Haben Sie Fragen?

Wenn Sie Fragen haben oder noch einmal nachhaken wollen, dann nutzen Sie einfach das Formular:





    Bitte beweisen Sie, dass Sie kein Spambot sind und wählen Sie das Symbol Baum aus.

    Der CeBIT Report 2017

    Termin: 30.03.2017, Sendebeginn 18:00 Uhr

    Wir sind wieder für Sie unterwegs auf der CeBIT in Hannover. Denn wir wollen wissen, welche Neuigkeiten aus der IT-Szene gibt. Und wir möchten herausfinden, welche Veränderungen für Sie in Zukunft wichtig sein werden.

    Die CeBIT für KMUs

    Da der eBusiness Lotse Berlin Ihren IT-Alltag im Blick hat und Sie gleichzeitig sicher durch dessen Untiefen führen möchte, interessieren wir uns besonders für die folgenden Themen:

    • Content Managment Systeme
      Neues aus dem CMS-Garten – was leisten die Content Management Systeme im Zeitalter von Web 4.0?
    • Cloudlösungen
      Immer noch auf Wolke 7 – welche Cloudanwendungen setzen sich für KMUs durch?
    • IT-Sicherheit
      Schadensbegrenzung oder aktiver Schutz – wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
    • Voice over IP
      Hallo Internet, hier spricht der „kleine“ Anwender – welche Lösungen gibt es für KMU?
    • MISC
      Unterhaltsames und Kurioses, denn der Spass darf nicht zu kurz kommen.

    Die Referenten

    Uwe Stache, BB-ONE.net Ltd. und Franciska Lion-Arend, imuse GmbH

    Zielgruppe

    Diese Online-Sendung wendet sich an alle Interessierten, die über den Tellerrand des IT Alltagseinerlei hinweg schauen wollen. Denn dazu ist die CeBIT allemal gut.

    Ort

    Dies ist die erste offizielle Online-Veranstaltung des eBusiness Lotsen aus dem neuen Sendestudio. Daher findet die Teilnahme an Ihrem Arbeitsplatz, im Café nach der Arbeit oder ganz bequem zu Hause statt. Sie haben also die freie Wahl.

    Eine Anmeldung ist dieses Mal nicht erforderlich, denn Sie können sichunter folgendem Link am 30.03. ab 17:55 einloggen und gleich loslegen:

    http://www.ebusiness-lotse-berlin.de/cebit-2017-ein-besuch/

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen viel Vergnügen!

    Lokale Cloud Services: Effizienz und Mobilität für Ihr Unternehmen

    Cloud Services bieten Unternehmen aller Größen viele Vorteile. Dennoch verhalten sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen diesem Thema gegenüber eher zurückhaltend. In dieser Veranstaltung werden zunächst die formalen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen geklärt, um das Für und Wider von Cloud Services richtig einschätzen zu können. Anschließend werden sinnvolle und anschauliche Beispiele aus der Praxis unternehmensorientierter Cloud-Lösungen vorgestellt.

    Während Cloud Services in größeren Unternehmen längst angekommen sind, verzichten derzeit viele KMU noch auf den Einsatz bzw. es werden nicht die passenden Lösungen verwendet. Die Ursachen sind häufig:

    • offene Fragen zur Rechtssicherheit
    • Sicherheitsbedenken
    • unklare Vorteile.

    Dabei können Unternehmen jeder Größenordnung durch den Einsatz der richtigen Cloud Services:

    • Kosten reduzieren
    • flexibler arbeiten
    • zusätzliche oder neue Services anbieten

    1. Einstieg in das Cloud Computing

    Welf Schröter, Forum Soziale Technikgestaltung, Mössingen

    2. Rechtliche Fragen im Umgang mit Cloud Technologien

    Dr. Carsten Ulbricht, Bartsch Rechtsanwälte, Stuttgart

    3. Cloudservices aus Berlin

    Uwe Stache, BB-ONE.net

    • DropIn: Daten-Ablage und -Organisation in der Cloud
    • GroupOffice: Das komplette Büro in der Cloud
    • CloudBackup: Das sichere, skalierbare und komfortable Backup
    • MailArchiv: Langzeitarchivierung der Firmenkorrespondenz

    Veranstaltungsort:

    Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, CINIQ
    Salzufer 6, Eingang: Otto-Dibelius Straße
    10587 Berlin
    4. OG

    Download

    Hier finden Sie die Präsentationsunterlagen zum Download: Lokale Cloud Services: Effizienz und Mobilität für Ihr Unternehmen (959 Downloads)