Best Practice: Update Warenwirtschaftssystem

Damit konnte dann über Nacht der Datenbankimport fehlerfrei durchgeführt werden.
Die Datenbank konnte durch eine spezielle Software vom Hersteller deutlich verkleinert werden, sie benötigte nun nur noch knapp 15 GB.

Nachdem allerlei Tests bestätigten, dass die Datenbank und die Software einwandfrei waren, wurden die drei Arbeitsplatz-Clients als VM eingerichtet. Um Arbeitszeit zu sparen, wurde der erste Client zweimal kopiert, was gegenüber dem kompletten Neuaufsatz wesentlich schneller ging: die Einrichtung der ersten VM dauerte insgesamt 1,5 Arbeitstage, das Kopieren ging dann in knapp drei Stunden vor sich.

Damit hatten wir ein funktionierendes System mit vier Rechnern: einer VM mit Windows 2012 als Server, drei VM mit Windows 10 als Arbeitsplatz-Clients.

Die beiden Originale ( 1 Server, 1 Client) wurden zunächst wiederum kopiert und auf einem getrennten Host gesichert.

Nun kam der Wunsch auf, die Speicherkapazität des Servers von den zwischenzeitlich 3 TB wieder auf eine vernünftige Grösse zu bringen. Die drei Laufwerke C,D,E liessen sich zwar aus Windowssicht verkleinern jedoch war es nicht möglich, die drei nicht zusammenhängenden Speicherbereiche wieder frei zu geben. Die verschiedenen empfohlenen Ansätz führten sogar dazu, dass Windows nicht mehr stabil lief. Ob dies auf einen Fehler oder auf Unmöglichkeit zurückzuführen war, liess sich unter Zeitdruck nicht mehr feststellen.

Abhilfe war dann das Hochfahren der vorher erzeugten Backup-Kopie der VM. Da trotzdem noch der Wunsch nach Verringerung der Speicherkapazität bestand, musste also noch einmal eine Schleife eingelegt werden.

Der Server wurde also noch einmal aufgesetzt, die Software eingerichtet und die Datenbank importiert. Es stellte sich heraus, dass für Windows 300 GB, die Software 500 GB, für die Datenbank beim Importieren 500 GB ausreichen waren. Damit hatten wir für den Server 1,5 TB statt 3 TB in Gebrauch.

Dies Resultat wurde nun wiederum kopiert und als Backup für Notfälle vorgehalten.

Das Resultat

Insgesamt wurde für den gesamten Prozess vier Arbeitstage benötigt. Obwohl es, speziell beim Importieren der Datenbank zu deutlichen Verzögerungen kam, kann man abschliessend sagen:

  • Projekt gelungen
  • Erfahrungen gemacht
  • Werkzeugauswahl war richtig

Projekt gelungen?

Die Fakturierungssoftware konnte aktualisiert, neue gewünschte Funktionen hinzugefügt werden, ohne Datenverlust zu riskieren. Damit ist das Projekt zunächst einmal gelungen.

Erfahrungen gemacht?

Das Verhalten der Fakturierung war an einigen Stellen nicht entsprechend der Dokumentation und Angaben des Herstellers. Dies betraf sowohl den eigentlichen Installationsprozess (z.B. Speicherbedarf beim Datenbankimport, Unmöglichkeit des Imports von einem Netzlaufwerk, einige Ungereimtheiten beim Zusammenspiel mit dem Betriebssystem und zusätzlichen Treibern) als auch versteckte Funktionsänderungen (z.B. Mailversand der Rechnungen angeblich nur noch über Outlook).